Geht euch das auch so?

Ich liebe Garten- und Wohnzeitschriften (und ebensolche Bücher). Ich bin ein Augenmensch uns schwelge in den Fotos Meist werde ich dann ganz hibbelig und will sofort umgestalten /umräumen.

Leider habe ich in meinem Garten noch nie die Athmosphäre hingekriegt, die ich auf Fotos so liebe, oder die ich an anderen Gärten schätze. Andere Leute hingegen finden es z.T. sehr nett. Liegt es am Blickwinkel und daran, dass es für mich zum Alltag gehört?

Ein Beispiel: In der aktuellen Country living habe ich das Foto eines Gemüsegartens in Frankreich entdeckt (Foto: B. Touillon):

Gemüsegarten in Frankreich aus Country living

Sehr einfach gestaltet mit den hölzernen Abtrennungen und den Holzpannelen am Boden. Es sieht nicht perfekt aus, sondern sehr urig, genau, wie ich es mag :-)

Daraufhin bin ich in den Garten gegangen. Mir fiel ein, dass ich einige Studentenblumen noch nicht gepflanzt hatte, also buddelte ich sie im Gemüsegarten ein, wo Erdbeeren, Eisbergsalat, einige Kräuter und Lollo rosso wachsen (und in der hintersten Ecke Gras, wo ich noch nicht zum urbar-Machen gekommen bin).

writingwomans Gemüsegärtchen

Dann habe ich mir alles noch einmal angesehen und fotografiert, und mir fehlt das gewisse Etwas. Ob es etwas nützen würde, wenn ich die Steinplatten durch Holzlatten ersetzen würde? Vermutlich wäre ich immer noch unzufrieden.

Ich kann mir offenbar selbst nix recht machen ;-) )

Kennt Ihr das auch?

10 Antworten to this post.

  1. Liebe Petra, Holz als Material für Wege und für Trittplatten sieht wirklich wunderschön aus… taugt aber – meinen eigenen hautnahen Erfahrungen nach – bei Nässe nach einigen Jahren meistens nur noch zum Gleiten und auf den Allerwertesten-Plumpsen.

    Mir geht es genau so wie Dir, dass mir die Gärten in den schönen Zeitschriften so gut gefallen, dass ich meinen eigenen Garten dann gerne mit dem Bagger bearbeiten möchte.

    Vielleicht wirkt der französische Garten so harmonisch, weil er so dicht bewachsen ist…
    Na gut, eigentlich ist meiner das auch – aber leider nicht mit so schönen Blumen, sondern mit zu viel unschönem Unkraut.
    Und ich wäre froh ohne Ende, wenn er schon so schön aussehen würde wie bei Dir…

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  2. Danke :-) Dein Hof und der Garten mit Kräuterspirale gefällt mir aber auch!

    Du hast recht, es mag tatsächlich am vergleichsweise mickrigen Bewuchs liegen. Und dass Holz bei Nässe sauglatt wird, merke ich auf unserer Terasse ;-)
    Ich sollte vielleicht mal lernen, unseren Garten mit anderen Augen zu sehen, und einfach das Beste draus zu machen, was mir möglich ist.

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  3. Also ICH finde dein kleines Gemüsegärtchen sehr hübsch.
    Und bei der Frage nach dem Holz als Gehweg, muss ich im Grunde das Gleiche sagen wie die Inge: Es verrottet einfach zu schnell, wenn darunter nicht ein sehr, sehr wasserdurchlässiger Untergrund ist (wie eine dicke Kiesschicht z.B.). Außerdem wird Holz wirklich schnell rutschig und damit für jeden, der drüber geht, gefährlich.
    Bei uns haben wir die meisten Holzwege (die ich zunächst ja auch so schön fand) inzwischen wieder durch Steine ersetzt, weil das auf Dauer einfach haltbarer und sicherer ist. Bei einigen Wegen steht ein Umbau noch an. Es bröselt z.B. kräftig bei unserem Weg zum Strandkorb, wenn wir da z.B. “Unkraus” aus den Fugen rupfen, kommt immer gleich ein Teil des Weges mit *g*) – da müssen wir uns etwas einfallen lassen, und wir überlegen, ob wir dort nicht einfach Kies aufschütten sollen …

    Ich finde die auf dem Foto aus der Garten-Zeitung dargestellte Beetkomposition zwar auch sehr hübsch, aber ich möchte das in einigen Jahren mal sehen. Es kommt ja nicht NUR darauf an, wie hübsch sich etwas bei Momentaufnahmen darstellt – jedenfalls nicht im eigenen Garten.

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  4. Liebe Ulrike, danke :-)

    Vielleicht ersetzen die Leute das Holz immer mal, aber was du über Momentaufnahmen sagst, stimmt natürlich.
    Holz haben wir ja eigentlich genug (Terrasse, Steg), und schon der kleine Zaun rund ums Gemüsegärtchen zeigt mir, wie schnell Holz verrottet. Also bleiben die Steine da.
    Mir gefiel auch, wie eine Freundin das gestaltet hatte, mit roten Klinkerwegen und geklinkerten Hochbeeten, aber irgendwie war es dann schon beinahe wieder ZU perfekt ;-)

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  5. ZU perfekt – das gibt es bei mir nicht! ;)
    Unser Weg im Garten ist mit grobem Rindenschredder abgedeckt. Natürlich kommt da Unkraut durch; das lässt sich aber relativ leicht wieder rausziehen – aber halt auch mit etwas Weg, wie Ulrike so schön schreibt. Ich vermute, bei Kies ist das leider ähnlich…
    In der Kräuterspirale habe ich einzelne Sandsteinplatten als Trittsteine, das passt da wirklich gut.
    Was mich an den Vorzeigegärten in den schönen Magazinen so stört: niemand zeigt oder schreibt, wie viel Arbeit von wie vielen Menschen eigentlich dahinter steckt. So was könnte ich (neben meinen ganzen anderen Tätigkeiten und meinem Beruf nie leisten). Ich habe ja jetzt schon zu wenig Zeit für die Ernte… *heul*

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  6. Unser Weg war auch mit Rindenmulch abgedeckt, aber ich möchte jetzt endlich einen Kiesweg, einfach wegen der Optik. Der Große und sein Kumpel hatten angefangen den Gartenweg von Unkraut zu befreien und sind dann abgestorben. Problem bei uns ist auch immer: Wohin mit dem Zeug? Das ganze Unkraut kann nicht auf den Kompost und die Biotonne wird bloß alle 14 Tage abgeholt. Dabei gibt es Phasen, da könnte man sie täglich 3x füllen und andere Zeiten, wo nix hineinkommt.
    Schaun mehr mal, ob das in diesem Jahr noch was wird mit dem Weg…
    Das mit der vielen Arbeit ist wahr. Ich war eben nochmal im Gemüsebeet und habe vllt. 4qm von Gräsern, Mini-Eichen und Unkraut befreit, war damit aber ewig beschäftigt, weil es so hartnäckig verfilzt war. Jetzt nochmal mehr als doppelt so viel, bis das ursprüngliche Areal wieder frei ist. Jenseits des Zäunchens *seufz, davon will ich gar nicht reden. Der ganze hintere Gartenteil liegt bei uns brach, weil niemand bisher Zeit und Lust hatte, den ganzen Kram (incl. ollem Schuppen) zu entsorgen.
    Was mir bei eurem Hof so gefällt, ist, dass schon der Zaun am Eingang nach Hof aussieht und nicht bloß nach Garten :-)

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  7. Nur kein Neid, liebe Petra ;) Hinter dem schönen Hoftor warten 3000m² Hausgrundstück und 10.000m² Weideland auf Bearbeitung *g*

    Außerdem gefällt es mir, dass es bei Euch so aussieht, als wäre gleich um die Ecke ein gemütlicher Sitzplatz. Unsere Terrasse ist nämlich immer noch eine ungemütliche und kahle Baustelle :(

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  8. wie wäre es mit kleinen Feldsteinen im Sandbett. Die habe ich mir als Wegkreuz in meinem Mini-”Bauerngarten” gelegt. Wenn Du sehen magst:

    http://www.em-holdenstedt.de/pavillon/dreieck.htm

    Liebe Grüße.

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  9. Liebe Landgefluester ;-)

    Ich habe eben einige Zeit auf deinen Gartenseiten verbracht. Es ist äußerst interessant, was ihr alles schon im Garten angelegt habt. Der Kiesweg sieht so aus, wie meiner schon ausieht, nur, dass noch kein Kies drin ist ;-) Die Rasenkantensteine liegen schon seit einigen Jahren.
    Feldsteine im Sandbett sind an sich eine sehr hübsche Idee; allerdings gibt es im Märkischen Sand keine Feldsteine – wir müssten sie uns ebenso anliefern lassen wie Kies. Und ich schätze, diese Variante wäre um einiges teurer.
    Sehr interessant fand ich die Idee mit der “Baumschule” (das Ablegerbeet in Töpfen). Ich habe auch spontan eine Idee, wo das bei uns hin könnte.
    Ja, es rächt sich, dass ich in den letzten beiden Jahren so selten im Garten war.
    Liebe Grüße!

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  10. Liebe Wesemichshof ;-)

    Oha, das klingt nach SEHR viel Arbeit! Wir haben ja nur 600qm, und selbst das krieg ich nicht vollständig hin (reden wir nicht über den Vorgarten, den ich seit 15 Jahren zu zähmen versuche ;-)
    Ein paar Sitzplätze haben wir auch, aber das möchte ich noch optimieren. Der Holzsteg m HIntergrund ist jedenfalls sehr schön, um die Beine ins Wasser hängen zu lassen.
    Es ist aber echt noch reichlich zu tun.
    Lieben Gruß!

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